HateAid
Die Beratungsorganisation unterstützt Betroffene digitaler Gewalt bei Orientierung und Durchsetzung von Rechten.
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Begriffslexikon · Aktualisiert: 02.09.2026
DeepNude bezeichnet eine 2019 bekannt gewordene App, die Fotos technisch so veränderte, dass ein entkleidender Eindruck entstand. Der Name steht heute vor allem für die Risiken nicht einvernehmlicher intimer Bildmanipulationen, für Fragen zu Persönlichkeitsrechten und für die Pflicht, Hilfe- und Meldewege ernst zu nehmen.
Diese Einordnung dient der Aufklärung. Die Redaktion betreibt keinen eigenen Generator und verarbeitet keine Bilder.

| Aspekt | Einordnung |
|---|---|
| Historie | Öffentliche Bekanntheit im Juni 2019; kurz darauf eingestellt. |
| Rechtslage | Bei realen Personen können Strafrecht und Recht am eigenen Bild berührt sein. |
| Alternativen | Statt nach Klonen zu suchen: sichere Beratung, Meldestellen und seriöse Bildkompetenz. |
Im Juni 2019 berichteten Technik- und Nachrichtenmedien über eine Anwendung, die mit Bildmanipulation arbeitete und dabei gezielt einen entkleidenden Eindruck erzeugen konnte.
Die Berichterstattung machte sichtbar, dass solche Verfahren ohne besondere technische Kenntnisse missbräuchlich eingesetzt werden können. heise online dokumentierte damals die rasche Abschaltung und die erklärte Sorge vor Missbrauch.
Der Betreiber kündigte die Einstellung wenige Tage nach der Bekanntheit an. In der öffentlichen Debatte blieb der Name jedoch haften, weil er ein breiteres Problem beschreibt: synthetische oder manipulierte intime Darstellungen können Betroffene erheblich belasten, auch wenn ein Bild technisch erzeugt und nicht fotografiert wurde.
Eine historische Einordnung der damaligen Debatte bietet das ZEIT-Archiv.
Rechtliche Fragen hängen immer von Umständen, Beteiligten und Verbreitung ab. § 184k StGB betrifft unbefugte Bildaufnahmen im Intimbereich und deren Zugänglichmachung. § 201a StGB schützt den höchstpersönlichen Lebensbereich und kann bei unbefugten Bildaufnahmen oder deren Weitergabe relevant werden.
Beide Normen sollten nicht als abstrakte Checkliste verstanden werden, sondern als Anlass, bei einem konkreten Fall frühzeitig Beratung oder Polizei einzubeziehen.
Daneben bestimmt § 22 KUG grundsätzlich, dass Bildnisse nur mit Einwilligung verbreitet oder öffentlich gezeigt werden dürfen. Die EU-KI-Verordnung enthält außerdem Transparenzanforderungen für bestimmte KI-generierte oder manipulierte Inhalte in Artikel 50. Keine dieser Hinweise ersetzt eine Beratung im Einzelfall.
Nach der Abschaltung tauchte die Bezeichnung in Suchanfragen und Angebotsnamen weiter auf. Daraus lässt sich weder eine technische Kontinuität noch Seriosität ableiten. Gerade Seiten, die mit einem bekannten Namen arbeiten, können uneindeutige Datenschutzinformationen, unklare Löschfristen oder irreführende Zahlungswege haben.
Die Redaktion nennt hier bewusst keine Nachahmerseiten und verlinkt nicht auf sie.
Wer sich über Bild-KI informieren möchte, findet eine redaktionelle Übersicht zu DeepNude-Alternativen und eine Einordnung zu DeepNude AI. Entscheidend bleibt: Ausschließlich eigene Fotos oder Bilder einwilligender Erwachsener ab 18 Jahren sind zulässig; weitergehende rechtliche Fragen bleiben vom Einzelfall abhängig.
Die Beratungsorganisation unterstützt Betroffene digitaler Gewalt bei Orientierung und Durchsetzung von Rechten.
HateAid aufrufenDer Dienst bietet eine technische Möglichkeit, intime Bilder für teilnehmende Plattformen zu markieren, ohne die Bilddatei hochzuladen.
StopNCII aufrufenBei einem Verdacht auf Straftaten stehen die Onlinewachen der Länder und örtliche Dienststellen als Kontaktwege bereit.
Onlinewachen findenFür eine Meldung an dieses Portal steht zusätzlich NCII melden bereit. Bewahren Sie Links, Screenshots, Zeitpunkte und mögliche Nutzernamen auf, ohne das Material weiterzuverbreiten.
Weiterführend: Deepfake, § 184k StGB und § 201a StGB. Eine Übersicht aller Begriffe liegt unter Docs.
Der Name DeepNude wird im Alltag oft unscharf für sehr unterschiedliche Dinge verwendet: eine historische App, manipulierte intime Bilder, Deepfakes oder auch Angebote, die lediglich mit dem Suchbegriff werben. Für Betroffene und Beratungsstellen kann diese Unterscheidung wichtig sein.
Nicht jede Manipulation hat denselben technischen Ursprung, doch eine Darstellung kann unabhängig davon schädlich sein, wenn sie eine reale Person erkennbar in einen intimen Zusammenhang stellt.
Die sichere Reaktion beginnt deshalb nicht mit der technischen Frage, sondern mit dem Schutz der betroffenen Person. Inhalte sollten nicht weitergeleitet werden. Stattdessen hilft es, Fundort, Zeitpunkt und erreichbare Links zu dokumentieren, die Plattformmeldung zu nutzen und bei Bedarf Beratung oder Polizei einzuschalten.
Medienpädagogische Hinweise von klicksafe zeigen, warum Aufklärung, Zustimmung und schnelle Hilfswege wichtiger sind als Neugier auf die Technik.
Auch für Leserinnen und Leser ohne akuten Fall gilt: Ein bekannter Name ist kein Qualitäts- oder Sicherheitsnachweis. Seriöse Informationsangebote erklären Quellen, Grenzen und Meldewege. Diese Seite verweist daher auf Rechtsgrundlagen und Hilfen, nicht auf Nachahmer oder technische Anleitungen. Das reduziert das Risiko, ungewollt weitere problematische Angebote sichtbar zu machen.
Die Redaktion trennt eigene Beobachtungen von Rechts- und Sicherheitsinformationen. Maßgeblich sind die Originaltexte der Behörden; dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
DeepNude war die Bezeichnung einer 2019 öffentlich bekannt gewordenen Bildmanipulations-App. Sie wurde wegen des hohen Missbrauchsrisikos rasch eingestellt.
Die ursprüngliche Anwendung wurde nach kurzer Zeit abgeschaltet. Spätere Angebote mit ähnlicher Bezeichnung sind kein Nachweis für eine Verbindung zur damaligen App.
Das hängt vom konkreten Vorgang ab. Bei nicht einvernehmlichen intimen Bildinhalten können insbesondere § 184k und § 201a StGB sowie § 22 KUG relevant sein.
Beweise sichern, Plattformen melden, eine Polizeidienststelle oder Onlinewache kontaktieren und Beratungsstellen wie HateAid einbeziehen.
Keine Bilder Dritter ohne klare Einwilligung verwenden, keine intimen Inhalte weitergeben und bei Verdacht auf Missbrauch frühzeitig Hilfe holen.